The media are not toys… they can be entrusted only to new artists, because they are art forms.
(McLuhan, 1954)



Bizim Kiez



Bizim heißt „Unser“ auf Türkisch, „Bizim Kiez“ also „Unser Kiez“. Bizim Kiez wurde 2015 gegründet von empörten Nachbar*innen aus Protest gegen die Kündigung des familiengeführten Obst-und Gemüseladens »Bizim Bakkal« im Kreuzberger Wrangelkiez. Seither setzen wir uns als Nachbarschaftsinitiative gegen Verdrängung und für den Erhalt lebendiger Kieze ein.

Wir erleben es täglich: Mieterhöhungen, Kündigungen, Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen, Entmietungen, Luxusmodernisierungen, Psychoterror ... Unsere Nachbarschaften sind nichts anderes als Renditeobjekte für die, die zwar „Investoren“ genannt werden, aber nur abkassieren wollen.”


https://www.bizim-kiez.de/

                                               

Zossener 48


“Das Haus

Das Haus kaufte sich selbst, damit es Niemandem mehr gehört.

Doch wer hat das Haus gekauft?
2016 sollte unser Haus an einen Investor verkauft werden, der es noch vor Abschluss des Kaufs direkt an eine Investmentgesellschaft in Luxemburg weiter veräußern wollte. So machten wir Mieter uns damals auf den Weg und ließen nichts unversucht, das Haus den Immobilienspekulanten weg zu nehmen um es den Bürger_innen von Berlin als bezahlbaren Wohnraum zu erhalten. Das haben wir geschafft und noch viel mehr.

Gekauft hat es zunächst die Stiftung Nord-Süd-Brücken. Später haben wir Mieter_innen es der Stiftung wieder abgekauft und trotzdem ist niemand von uns privater Eigentümer geworden.
Wir sind alle Mieter geblieben.”


https://www.zossener48.de/




MieterWerkStadtCharlottenburg




 “In der MieterWerkStadt-Charlottenburg haben sich Mieterinnen und Mieter aus Charlottenburg - vornehmlich aus dem Umfeld des Klausenerplatzes -. aber auch aus Wilmersdorf zusammengetan. Der Grund war die gemeinsame Erkenntnis, dass es für Menschen mit geringeren oder mittleren Einkommen immer schwerer wird, eine Wohnung zu finden, und dass immer mehr Menschen infolge der Mietentwicklung bereits akut von Verdrängung bedroht sind.

Den konkreten Anlass für die Gründung der MieterWerkStadt im Juni 2015 gab der Mietenvolksentscheid, den die MieterWerkStadt dann bei der erfolgreichen Unterschriftensammlung unterstützt hat. Permanenter Gegenstand der Arbeit ist die Diskussion mietenpolitischer Perspektiven und der Anstoß konkreter Projekte sowie die Unterstützung mietenpolitischer Initiativen im Bezirk und der Mieterbewegung in Berlin. Themen sind z.B.
• soziale Erhaltungssatzungen (Milieuschutz),
• Zweckentfremdungsverbot,
• Mietpreisbremse,
• (energetische) Sanierungen und Modernisierungen mit erheblichen Mietsteigerungen.”


https://www.mieterwerkstadt-charlottenburg.info/

  


Haus der Statistik




 “Seit 10 Jahren steht das Haus der Statistik mitten in Berlin leer. Auf Hinwirken der Initiative Haus der Statistik, einer Gruppe engagierter Künstler:innen, Architekt:innen, Kulturschaffender und Politiker:innen wurden 2015 die bisherigen Pläne für den Verkauf an Investoren und der geplante Abriss verhindert.

Der Impuls der Initiative Haus der Statistik wurde durch die Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte und später im Koalitionsvertrag der rot-rot-grünen Regierung Berlins aufgegriffen. Um das gemeinwohlorientierte Modellprojekt zu realisieren, wurde das Gebäude Ende 2017 durch das Land Berlin von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erworben.

Damit wurde der Weg für eine gemeinwohlorientierte Entwicklung auf dem Areal frei. Im Bestand und durch ca. 65.000 m2 Neubau entstehen Raum für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung, bezahlbares Wohnen sowie ein neues Rathaus für Mitte und Verwaltungsnutzungen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde eine innovative und effektive Akteurskonstellation geschlossen. Die fünf Kooperationspartner („Koop5“) – Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, das Bezirksamt Berlin-Mitte, die landeseigenen Gesellschaften WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte und BIM Berliner Immobilienmanagement sowie die ZUsammenKUNFT Berlin eG – arbeiten seit Januar 2018 kooperativ und in gemeinsamer Verantwortung an der gemeinwohlorientierten Entwicklung des Haus der Statistik.”


https://hausderstatistik.org/


Deutsche Wohnen & co. Enteignen




“Nach Jahren der Spekulation und der explodierenden Mieten in Berlin fordern wir ein Ende des Wahnsinns: Wir wollen durch einen Volksentscheid etwa 240.000 Wohnungen von Immobilienkonzernen vergesellschaften. Die Möglichkeit dafür schafft Artikel 15 des Grundgesetzes.

Die Vergesellschaftung würde elf Prozent der Wohnungen in Berlin nicht nur sofort sichern, sondern auch für immer erschwinglich halten. Keine Spekulation mehr durch Finanzinvestoren. Keine Hausverkäufe im großen Stil zu Schnäppchenpreisen mehr. Keine Zwangsräumung mehr von Leuten, die sich ihre Wohnung plötzlich nicht mehr leisten können.

Nur wenn wir uns wieder in Richtung gemeinnütziges Wohnen bewegen, können wir die Wohnungskrise beenden. Unterstütze unsere Kampagne und hilf dabei, Berlin zu retten. Unsere Stadt ist eine Stadt für alle!”


https://www.dwenteignen.de/


  


Nachbarschaftsinitative Friedenau



“Anfang April 2016 fand sich eine kleine Gruppe zunächst im virtuellen Raum und begann, Gedanken auszutauschen über einen großen, leerstehenden Altbau mitten in unserem Kiez, das Eckhaus Stubenrauch-/Odenwaldstraße, im Volksmund auch schon als "Geisterhaus" bekannt. Schnell sprengte die Gruppe mit ihrer regen Diskussion den Rahmen dessen, was eine Social-Media-Plattform noch halbwegs übersichtlich abbilden kann - und zog deshalb kurzentschlossen in die nächstbeste Gastwirtschaft zum Weiterempören.

Inzwischen ist aus der informellen Streit-Truppe ein richtiger eingetragener Verein geworden, der sich einmal monatlich im Nachbarschaftsheim Schöneberg in der Holsteinischen Straße trifft. Hinzu kommen kleine Infoveranstaltungen, ebenfalls etwa einmal im Monat, vor dem "Geisterhaus". Wir hoffen, dass sich das Gebäude vor weiterem Verfall retten lässt, dem Spekulationsmarkt entzogen wird und letztendlich ein gemeinschaftliches, integratives Hausprojekt verwirklicht werden kann. Wenn unsere Träume wahr werden, soll es als "Leuchtturm" für andere Initiativen in ähnlichen Häusern fungieren - denn in dieser Stadt gibt es eine Vielzahl Häuser, die aus verschiedensten Gründen dem Verfall preisgegeben sind.”


https://leerstand-friedenau.blogspot.com/